IRAN

Iran oder Persien, wie das Land bis 1935 hieß, gehört zu den zentralen Ländern an der ehemaligen Seidenstraße. Iran umfasst 1.648.195 Quadratkilometer in Südwestasien. Seine strategische Lage, seine enormen Ressourcen, darunter Erdöl, Erdgas und Mineralien, seine Bevölkerung von 79 997 380 Millionen und sein einzigartiges kulturelles Leben machen es zu einem Land von hoher Bedeutung. Sowohl die Geschichte als auch die Geografie Irans machen es zu einem Land, das bei Besuchern sehr beliebt ist. Die nördliche Küstenregion mit üppigen Wäldern, südliche Küsten mit schönen Küstenlinie, Wüsten mit ihrer geheimnisvollen Ruhe, beeindruckender See wie Urmia, Hammun, Parishan, Neor, Sama und Zarivar, und die schneebedeckten Berge von Damavand, Dena, Karkas, Sabalan und Tochal gehören zu den Schönheiten der Natur und sind von großer Anziehungskraft.
Irans Klima ist von Norden bis Süden des landes sehr unterschiedlich. Es ist mild und feucht in der Kaspischen Region, aber warm und feucht in den südlichen Ufern. Die nordwestlichen und nordöstlichen Gebiete sind kalt und trocken, während der zentrale Teil ein menschenleeres Klima hat. Die Höhen von Zagros und Alborz genießen im Sommer mildes Wetter. Aufgrund dieses komplexen Klimas ist der Iran dafür bekannt, vier Jahreszeiten gleichzeitig zu haben, sodass man in den nördlichen Bergen Ski fahren und in der gleichen Saison in den südlichen Gewässern schwimmen kann. Das Pflanzen- und Tierleben ist von großer Vielfalt. Wildtiere umfasst Leoparden, Bären, Mufflons, Steinböcke, Wildesel und Wildschweine. Studien haben die Anwesenheit einer bemerkenswert großen Vielfalt von Reptilien wie Krokodilen und Schildkröten gezeigt. Im Persischen Golf leben rund 200 Fischarten. Sturgeon ist eine von 30 Arten im Kaspischen Meer.
Der Iran ist die Wiege der menschlichen Zivilisation.  Ca. 3.500 v. Chr. bis 569 v. Chr. stieg die elamische Zivilisation auf dem Tiefland Khuzistan im Südwesten des Iran. Reich Elam war das erste Reich auf iranischem Boden. Im späten 2. Jahrtausend v. Chr. begannen sich die Iraner, die von den zentralasiatischen Steppen nach Süden zogen, auf dem iranischen Plateau anzusiedeln. Mitte des 9. Jahrhunderts v. Chr. erhoben sich zwei große Gruppen von Iranern zur dominierenden Kraft: die Meder und die Perser. 550 v. Chr. besiegten die Perser die Meder und die Achämenidenkönige erschienen auf der internationalen Bühne. Die Parther und Sassaniden Dynastien regierten den Iran nacheinander. Im Jahr 625 besiegten die muslimischen Armeen die Sassanianer und die große Mehrheit der Iraner konvertierten zum Islam.
Nach der arabischen Invasion in Iran waren die Saffariden die erste unabhängige iranische muslimische Dynastie, die im Iran gegründet wurde (866-903). Die Samaniden und die Buyiden unternahmen auch große Versuche, die iranische Wiedergeburt zu verwirklichen. Im Jahr 1216 zerstörten die Mongolen voller Wut viele iranische Städte. In der Safawidenzeit (1501-1736), als der Iran eine mächtige Dynastie erlangte, machte das Land großer Fortschritt. Die Afscharids und Zands waren die nächsten Dynastien, die den Iran im 18. Jahrhundert beherrschten. Das 19. Jahrhundert, als die Kadscharen über den Iran herrschten, war eine Zeit des Zerfalls für das Land. Viele Ereignisse, sowohl interne als auch externe, ließen es verfallen. Im Jahr 1925, nach der Absetzung des letzten Kadschar-Schah, kam Reza Khan an die Macht.
In der Regierungszeit von Reza Shah und sein Sohn, Mohammad Reza Pahlavi, führte die zunehmende politische und wirtschaftliche Abhängigkeit von den westlichen Ländern sowie die Missachtung religiöser Werte zu Hass gegen Pahlavi-Regime. Dieser Hass manifestierte sich 1978 in Demonstrationen gegen die Regierung unter der Führung von Ayatollah Khomeini, die 1979 zur Gründung der islamischen Republik Iran führten.

UNESCO- Weltkulturerbe in Iran

  1. Ruinenstadt Tschogha Zanbil
  2. Ruinen von Persepolis
  3. Pasargadae
  4. Meidan-e Schah (Königsplatz) von Isfahan
  5. Archäologische Stätte Tacht-i Suleiman
  6. Bam und seine Kulturlandschaft
  7. Soltaniye
  8. Behistun
  9. Armenische Klosteranlagen im Iran
  10. Historisches Hydraulik-System von Shushtar – Brücken, Dämme, Kanäle, Gebäude und Wassermühlen
  11. Ensemble Scheich Safi al-din Khānegāh in Ardabil
  12. Historischer Basar in Täbris
  13. Persische Gärten: 9 Gärten: Mahan-e KermanAbbas Abadin BehscharBagh-e Fin in Kaschan, Tschehel Sotun in Isfahan, Bagh-e Eram und Gärten von Pasargadae in SchirasDoulat Abad und Pahlewan Pur in Yazd und Akbarieh Birdschand
  14. Jame-Moschee in Isfahan
  15. Mausoleum Gonbad-e Qābus
  16. Golestan-Palast in Teheran
  17. Ruinen von Schahr-e Suchte
  18. Kulturlandschaft von Maymand
  19. Susa
  20. Wüste von Lut

Altstadt von Yazd