shiraz

Die Stadt Schiraz, auch bekannt als die Stadt der Rosen und Nachtigallen, ist die Hauptstadt der Provinz Fars, die als Hochburg der Perser gilt. Die Provinz beherbergt rund 3.000 historische Monumente, die auf der Landesliste des nationalen Kulturerbes stehen. Davon gehören vier Monumente zum UNESCO-Weltkulturerbe. Zudem ist die Stadt die Geburtsstätte zweier bekannter persischer Dichter, Hafez und Saadi. Während der Herrschaft der Zand Dynastie (1750–1794) war Schiraz die Landeshauptstadt. Während der Qajaren-Herrschaft (Kadscharen, 1779-1925), ließ die einflussreiche Fürstenfamilie Qavam, mehrere Gebäude in der Stadt errichten, die heute zu den Attraktionen von Schiraz gehören.

Passargad (UNESCO-Weltkulturerbe)
Passargad ist, die erste Residenz der persischen Dynastie der Achämeniden und 550 v.Ch. errichtet. Anders al Persepolis, konzentriert sich die Anlage von Passargad auf einer einzigen Terasse, sondern ist weitläufig angelegt, mit Bauten die voneinander entfernt sind, der bekannte davon dürfte das Grab des Großkönigs „Cyrus“ (Kurosch) sein, der auf einem sechstufigen Aufbau ruht, der an eine mesopotamische Zikkurat erinnert (Stufentempel). Passargad liegt knapp 140km nordöstlich von Schiraz.

Persepolis ((UNESCO-Weltkulturerbe)
Rund 60km nordöstlich von Schiraz liegt die achämenidische Palastanlage Persepolis. Die Palastanlage wurde auf Befehl des Großkönigs Darius errichtet. Weitere achämenidische Könige ergänzten im Laufe ihrer Regentschaften den Baukomplex.
Naqsch-e Rostam (Nekropolis)
12km westlich von Persepolis liegen die Felsengräber einiger sassanidischer und achämenidischer Könige.

Bischapur (Stadt des Schahpurs)
Bischapur ist eine historische Stadt, die 224 n.Chr von römischen Gefangenen, auf befehl des Sassanidenkönigs Schahpur des I. erbaut. Der Ort war schon in elamitischer und parthischer Zeit besiedelt, wurde nach einer Inschrift im Jahr 266 aber von Schapur I.neu gegründet.

Das Mausoleum des Dichters Hafez
Hafez ist wohl der bekannteste persische Dichter. Er lebte im 14 Jh. . Der Legende nach soll er seine Geburtsstadt Schiraz nie verlassen haben. Das Mausoleum wurde unter den Qajar-Herrschern wiederholt repariert, seine heutige Form erhielt es jedoch während der Regentschaft der Pahlawiden in den Jahren 1935 – 1937 durch den französischen Architekten Andre Godard.

Das Mausoleum des Dichters Saadi
Der Dichter Saadi lebte im frühen 14. Jh. . Anders als der später lebende Hafez, ist er viel gereist und seine Reiseerfahrungen auch zum Thema einiger seiner Gedichte gemacht. Auf Befehl des Königs Karim Kham Zand wurde 1773 ein Kuppelbau für sein Grab errichtet, das im Jahre 1952 ausgeweitet und neugebaut wurde. Die bekanntesten Hauptwerke von Saadi sind der Golestan (Lyrik) und Bustan (Prosa).

Schah-e Tscheragh (schiitisches Grabheiligtum)
Der Schrein eines der Brüder des 8. Schiitischen Imams liegt in Schiraz. Seyed Ahmad ibn Musa wird auch Schah Tscheragh (König des Lichtes) genannt. Es ist eine der wichtigsten Pilgerstätte des Landes. Das Mausoleum wurde ursprünglich im 12. Jh. errichtet und im Laufe der Zeit ausgebaut und umgebaut. Insbesondere in den vergangenen Jahren hat sich der Ausbau des Schreinkomplexes extrem ausgeweitet.

Das Koran-Tor
Das Tor liegt auf der nördlichen Ausfahrt von Schiraz und wurde durch Bujidenherrscher Azad-al-Dowleh gestiftet (Bujiden Dynastie regierten im 10. Und 11. Jh.). zur damaligen Zeit wurde eine handgeschriebene Koranfassung im Torgebäude aufbewahrt, um die Reisenden zu segnen und zu schützen. Das Tor ist im Laufe der Zeit mehrfach restauriert worden, zuletzt im Jahre 1949.

Nasir-ol-Molk Moschee (Pinke Moschee)
Die Nasir-ol-Molk Moschee stammt aus der Qajaren Herrschaft und wurde im Jahre 1876 durch Nasir-ol-Molk, einem Mitglied der schirazischen Fürstenfamilie „Qavam“ gestiftet. Der Bau endetete 1888. Die Moschee enthält mehrere Arkarden. Das Gebäude ist mit bunten Glasfenstern geschmückt, die das Deckengewölbe mit seinen rosafarbenen Kacheln zum Sonnenaufgang einen einzigartigen Glanz verleiht.

Wakil Badehaus
Das Badehaus befindet sich in unmittelbarer Nähe zur Wakil-Moschee und beinhaltet mehrere Kuppelräume. Das Gebäude ist heute ein Bademuseum.

Wakil Moschee
Die Wakil-Moschee ist eines der schönsten Moscheen Irans. Sie wurde auf Befehl von Karim Khan Zand errichtet (18. Jh.). Sie schließt sich an den Wakil Basar an.

Die Karim-Khan Zitadelle
Die Karim-Khan Zitadelle liegt im Stadtzentrum von Schiraz und war einst die Residenz von Karim Khan Zand (18. Jh.) . Die 15m langen Randtürme sind mit Ziegeldekor verziert.

Zinat-ol-Molk Haus
Das Zinat-ol-Molk Haus liegt in unmittelbarer Nähe des Naranjestan Gartens und gehörte auch zum Eigentum der schirazischen Fürstenfamilie Qavam. Der Fürst Qavam-ol-Molk IV ließ das Gartenhaus für seine Tochter Zinat-ol-Molk errichten. Das Gebäude diente als Frauenbereich.

Naranjestan Garten
Der Garten gehörte einst der einflussreichen Schirazer Herrenfamilie “Qavam” und wurde im 19. Jh. errichtet. Das Anwesen besteht aus einem Biruni (Außenbereich), der zum Empfang der Gäste diente, und einem Andaruni (Innenbereich), der den engsten Familienmitgliedern vorbehalten war.

Afifabad Garten (Golschan Garten)
Der Afifabad Garten, ist eines der ältesten Gärten von Schiraz. Der Garten wurde während der Safawidenherrschaft errichtet. Der Gartenpalast diente als Residenz der Safawidenherrscher. Das heutige Hauptgebäude wurde im Jahr 1863 errichtet und ist heute ein Waffenmuseum.

Wakil Basar
Der Wakil Basar liegt im Stadtzentrum von Schiraz und wurde im 18. Jh. auf Befehl von Karm Khan Zand errichtet. Der Basar beinhaltet mehrere Innenhöfe, von denen einige zugänglich sind.

Pars Museum
Das Pars Museum liegt im Stadtzentrum in unmittelbarer Nähe zu den Wakil-Baukomplexen. Der achteckige Gartenpalast wurde 1936 zu einem Museum umgewidmet. Der Bau geht auf den Zand-König Karim Kham zurück. Ursprünglich wurde Karim Khan Zand in dem Gebäude beigesetzt. Sein Grab wurde jedoch später durch den Ghajarenherrscher Agha Mohammad Khan entfernt.

Jahan Nama Garten
Der Jahan-Nama Garten hat eine Fläche von 4.000 qm und liegt in der Nähe des Mausoleums von Hafez. Während der Herrschaft der Ghajaren, wurde der Baukomplex im Garten zweitweilen als Sommerresidenz benutzt.

Delgoscha Garten
In der Nähe des Mausoleums von Saadi, befindet sich der Delgoscha Garten. Die Geschichte dieses Gartens wird der Sasaniden-Ära zugeschrieben. Der Garten ist öffentlich zugänglich.

Das Grab von Khaju Kermani
Neben dem Koran-Tor, auf einem Berghang, liegt das Grab des Dichters „Khaju Kermani“, der im 14. Jh. in Kerman geboren wurde. Seine meiste Lebenszeit verbrachte er in Schiraz, wo er auch im Alter von 64 Jahren verstarb.

Khan Theologieschule
Die Khan Theologieschule wurde auf Befehl des Generalgouverneurs von Fars Alahverdikhan errichtet und unter seinem Sohn Imam Qoli Khan im Jahre 1615 vollendet. Es ist die wohl älteste Theologieschule von Schiraz.

Atigh Moschee
Die Moschee stammt in ihrer heutigen Form aus dem 12. Jh. und steht auf dem Gelände eines älteren Baus, der im Jahr 894 auf Befehl von Amro Leis Saffari (Saffarid Dynastie) errichtet wurde. Mitten im Hof des Gebäudes liegt ein rechteckiger Bau namens „Khoda-Khaneh“ (Gottes Haus)

Wakil Zisterne
Der Wasserspeicher stammt, wie der Name schon darauf hindeutet, aus der Zeit der Zand Dynastie (1750–1794). Heute ist es in ein Wassermuseum umgewandelt worden.

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